Wir machen weiter – für alle. Es gibt nur ein Wir.
Es gab Tage voller Fragen. Warum bin ich nicht weiter? Warum hat sich so viel verändert? Warum sehen so viele nicht, unter welchem Druck chronisch kranke Menschen – besonders Frauen – stehen?
Ich habe jahrelang funktioniert, es allen recht gemacht, versucht, unsichtbar zu sein. Doch manche von uns betreten einen Raum – und er wird heller. Sie leuchten. Ich war so ein Mensch. Auch mit Verbänden, Schmerzen, Kompression – ich war da, mit all meinen Facetten.
Ich erinnere mich an den Tag im Rollstuhl. Ein Blazer, ein Lächeln – und diese Unsicherheit: Wie sehen mich die anderen? Kurz dachte ich, ich müsse eine Maske tragen. Aber warum? Warum nicht ich sein – eine Frau mit einer chronischen Erkrankung und unendlich vielen Farben? Also entschied ich mich für mich. Und ja, genau dann kamen die echten Fragen: Wer bin ich? Was will ich? Manchmal drehen diese Gedanken Kreise. Das ist menschlich.

vor der Abnahme und den Operationen. Meine Waden hatten einen Umfang von 112 cm . Eine.. es war schwierig damit zurecht zu kommen.

Das sind meine Beine – letzes Jahr für die Aktion #lipödemlichter
An diesem Tag fuhr ich trotz Scham los – und fand offene Gesichter. Wärme. Lächeln. Menschen, die auf mich zukamen. Es rührte mich zutiefst, so viele von UNS zu sehen. Wunderschöne Menschen, jede:r mit einer eigenen Geschichte von Schmerz, Zweifel und Mut. Ich bin eine von euch – und werde es bleiben. Unsere Erkrankungen sind chronisch, oft mehrere. Heilung vielleicht nicht. Hoffnung, Würde und Handlung – ja.
Dreizehn Jahre habe ich gelernt, gelitten, geliebt, gelacht, zugehört, motiviert, Türen gezeigt – Türen, die ihr selbst öffnen müsst.
Meinen Schlüssel bekam ich von Ramona und Nicole. Mit zitternden Händen schloss ich damals eine Tür auf, ohne zu wissen, was dahinter liegt.
Rückblickend hat mich das gerettet. Ich bin gewachsen. Danke. Immer Danke für eure Likes, euer Lächeln, eure Nachrichten. Für Sätze wie: “Ich trage meine Kompression – und es geht mir besser.” Das sind die stillen Siege, die zählen.
Ich bin auch auf Instagram – nicht hip, nicht perfekt. Ich bin echt. Ich sehe euch. Ich sage, was ich denke. Und gerade jetzt ist es schwer für chronisch kranke Menschen.
Darum: Unterstützt uns. Liked und lest das #aktionsbündniswirwerdenlaut. Macht mit bei Aktionen , trefft uns redet mir uns.

Eine kleine Gruppe mit großem Herzen, Ärzte, Anwälte, Betroffene für die Lipödem‑Community – verbunden mit der Adipositas‑Community. Viele Erkrankungen greifen ineinander. Wir schauen ganzheitlich.
Und ja: Wenn du 175 cm groß bist und 168 kg wiegst, ist das nicht nur Lipödem – dann ist auch Adipositas dabei.
Ist das schlimm? Das entscheidest du. Niemand hat das Recht, dich zu verurteilen oder zu beschämen. Niemand. Wenn eine Diagnose da ist, darfst du zu ihr stehen. Sie ist kein Makel, sondern ein Teil von dir. Annahme ist kein Aufgeben – sie ist der Anfang von Stärke.
Es gibt Tage, an denen wir uns klein fühlen. Diese Tage dürfen sein. Dann rücken wir zusammen. Wir erinnern einander: Wir leuchten. Wir strahlen. Wir sind keine “depressiven Kekse”, wir sind Menschen mit Kraft, Tiefe und Humor.
Zeigt eure Lebensfreude. Denkt an die Lipödemfarben. Teilt Bilder, Momente, Fortschritte – groß oder klein.
Halte den Kopf hoch, damit deine innere Krone leuchten kann. Geh mit Stolz, Würde und Kraft. Lass deine Farben strahlen. Ich kann es. Du kannst es. Wir – können es. Lebt.
Selbstannahme ist kein leichter, aber ein befreiender Schritt: “Ich entscheide mich, ICH zu sein.” Das ist stark — und ehrlich darüber zu sein, dass die Frage “Wer bin ich überhaupt?” Zeit braucht, ist genauso wichtig.
Sichtbarkeit heilt kein Lipödem und keine Adipositas, aber sie nimmt Scham die Macht. Du zeigst: Würde, Stil, Kompetenz und Rollstuhl schließen sich nicht aus.
Gemeinschaft trägt: Lächeln, Nachrichten, kleine Fortschritte wie “Ich trage meine Kompression und fühle mich besser” — das sind echte, alltagsnahe Siege.

Echte Herzmenschen … und ganz starke Persönlichkeiten . Ich bin froh das ich euch habe. Dies war auf einen SHG Seminar in Soltau von der Firma OFA
Ganzheitlich denken: Viele haben Lipödem und begleitende Adipositas. Das ist kein Makel. Medizinische Realität + null Toleranz für Bodyshaming — beides kann gleichzeitig gelten.
Glaubt an Euch !!
https://www.facebook.com/photo/?fbid=35756985423948183&set=pcb.35756985847281474

Schreibe einen Kommentar