Liebe Betroffene des Lipödems,
liebe Unterstützer, Förderer und Angehörige!
Wofür haben wir so viele Jahre gekämpft?

Welche Hoffnungen haben wir in die Entscheidung des G-BA im Juli 2025 gesetzt?

Endlich sollte – wenn auch zunächst nur für einen Teil der schwer betroffenen Lipödem-Patientinnen – die Liposuktion als Kassenleistung Realität werden. Für viele Betroffene war dies ein Moment der Hoffnung, ein Zeichen der Anerkennung!


Und dann folgt die bittere Ernüchterung!
Eine Vergütung von maximal etwa 1.000 Euro für eine Liposuktion bei Unkosten von 1600 Euro pro OP – für kleinere Regionen sogar noch deutlich weniger, bei gleichbleibenden Unkosten.


Wie kann man ernsthaft glauben, dass unter solchen Bedingungen eine hochwertige, sichere und medizinisch verantwortungsvolle Versorgung möglich ist?


Den Verantwortlichen muss bewusst gewesen sein, dass allein die tatsächlichen Kosten einer ambulanten Liposuktion – Personal, Material, Hygiene, Geräte, Räumlichkeiten und organisatorischer Aufwand – deutlich über 1000 Euro liegen.!!
Investitionen in einen Operationssaal, Rücklagen oder der immer größer werdende Posten der plötzlichen, kurzfristigen Terminabsagen sind noch nicht einmal ausreichend berücksichtigt.


Daher stellt sich eine entscheidende Frage: Ist diese Vergütung das Ergebnis einer vollkommen realitätsfernen Kalkulation – oder nimmt man bewusst in Kauf, dass ein gesetzlicher Anspruch geschaffen wird, der in der Praxis nicht eingelöst werden kann?
Ein Anspruch auf dem Papier hilft uns nicht, wenn es keine Ärztinnen und Ärzte gibt, die die Behandlung zu diesen Bedingungen anbieten können.


Wir dürfen nicht zulassen, dass der historische Erfolg der Anerkennung der Liposuktion als Kassenleistung durch eine unzureichende Finanzierung ins Leere läuft.
Jetzt ist die Zeit des Handelns gekommen!


Natürlich werden Gespräche auf politischer Ebene geführt. Doch wir wissen aus der Vergangenheit: Veränderungen entstehen nicht nur durch Gespräche hinter verschlossenen Türen. Sie entstehen dann, wenn Betroffene sichtbar werden und ihre Stimme unüberhörbar machen.


Deshalb planen wir eine bundesweite Protestaktion.


Wir sind da. Wir sind viele. Und wir werden nicht schweigen, während eine dringend benötigte Versorgung aus finanziellen Gründen verhindert wird.
Lasst uns noch einmal gemeinsam laut werden – so wie wir es bereits geschafft haben, unsere Stimme in der Vergangenheit hörbar zu machen.
Nur wer laut ist, wird gehört.



Die Infos zu unserer großen Protestaktion und eine genaue Instruktion erfolgen über Eure E-Mail-Adresse in den nächsten Tagen. Schaut bitte auch regelmäßig in Eurem Spam-Ordner nach.

Bitte übersendet uns Eure E-Mailadresse, solltet Ihr nicht bei uns gelistet sein!!!!!!!

Mit lieben Grüßen
Euer Aktionsbündnis „Wir werden laut“
gez. Carsten Kerkhoff , Dr. Olaf Deling

 

www.wirwerdenlaut.de  Mail to Kontakt@wirwerdenlaut.de   gern dürfen sich auch die Medienvertreter melden,