2017 – 2026. Dieselben Beine. Ein anderer Weg. Und neun Jahre Leben dazwischen.
Viele Operationen, eine enorme Gewichtsabnahme und unzählige Veränderungen liegen zwischen diesen beiden Bildern.
Aber wisst ihr, was sich nicht einfach wegoperieren lässt?
Das tägliche Leben mit einer chronischen Erkrankung.

ki generietes bild von meinen realen Fotos

Denn mit einer chronischen Erkrankung zu leben bedeutet Selbstmanagement. Jeden einzelnen Tag. Und das beginnt nicht irgendwann, sondern häufig schon morgens, direkt nach dem Aufstehen.
Wie geht es meinem Körper heute?
Was kann ich mir zumuten?
Welche Hilfsmittel brauche ich?
Wie organisiere ich meinen Tag?
Wie gehe ich mit Schmerzen, Erschöpfung und Einschränkungen um?
Und wie schaffe ich es, trotz allem auch noch für mich selbst da zu sein?
Es bedeutet, jeden Tag Entscheidungen zu treffen. Immer wieder neu zu schauen, was möglich ist und wo die eigenen Grenzen liegen.
Es bedeutet, Verantwortung für einen Körper zu übernehmen, der einen manchmal ganz schön herausfordert.
Und es bedeutet auch, anzuerkennen, dass nicht jeder Tag gleich ist. Dass Fortschritte nicht immer sichtbar sind und dass Gesundheit nicht allein an einer Zahl auf der Waage oder am Umfang der Beine gemessen werden kann.
Ich möchte mit diesen Bildern nicht zeigen, was man alles verändern kann.
Ich möchte zeigen, wie viel Leben, Arbeit, Entscheidungen, Durchhaltevermögen und Selbstmanagement in neun Jahren stecken können.
Wir haben diesen Körper. Er trägt uns durch unser Leben. Er verdient nicht unsere Verurteilung, sondern unsere Aufmerksamkeit, unseren Respekt und unsere Fürsorge.
Lasst uns aufhören, unseren Körper ständig als Gegner zu betrachten.
Lasst uns lernen, ihn besser zu behandeln. Auch an den Tagen, an denen wir ihn nicht verstehen. Auch an den Tagen, an denen er uns Grenzen setzt.
Wir haben nur diesen einen Körper. Lasst ihn uns besser behandeln. Nicht erst morgen. Sondern jeden Tag ein bisschen mehr. 💜