https://48-stunden-neukoelln.de/de/programm/ungesehen-wenn-korper-nicht-der-norm-entsprechen-eine-fotografische-ausstellung-zu-lipodem?fbclid=IwY2xjawSfV5ZleHRuA2FlbQIxMABicmlkETFEano0QlJvTVl0aVU2Vzlpc3J0YwZhcHBfaWQQMjIyMDM5MTc4ODIwMDg5MgABHroH0js-NcfhXX2suEEZoZEcPW1QkWJpGcCI3iZ2wUoFAr7ueApjPRIELq7M_aem_3ZmIJFtcik7aGVc82vqrOA
Wenn Körper nicht der Norm entsprechen. Eine fotografische Ausstellung zu Lipödem
Friederike Knust https://www.instagram.com/looking.lipoedem/ ,
Fanni Disqué https://www.instagram.com/atelierfannique/
Fr., 03.07. 19:00 – 20:00 UhrSa., 04.07. 12:00 – 20:00 UhrSo., 05.07. 12:00 – 19:00 Uhr
Gesellschaftliche Schönheitsnormen bestimmen, welche Körper sichtbar sind und welche abgewertet oder unsichtbar bleiben. Sie markieren Grenzen zwischen Anerkennung und Ausschluss – und schreiben sich tief in Selbstbilder, Gefühle und Handlungsmöglichkeiten ein.
Die Ausstellung setzt bei Lipödem an, einer chronischen, schmerzhaften Fettverteilungsstörung. In medizinischen Kontexten wird Lipödem meist als sogenannte „Frauenkrankheit“ eingeordnet und wurde lange marginalisiert. Körper mit Lipödem entsprechen selten gängigen Schönheitsidealen; sie werden pathologisiert, beschämt und häufig nicht ernst genommen. Mit der Krankheit bleibt oft auch die Erfahrung der Betroffenen unsichtbar.
Die Ausstellung setzt bei Lipödem an, einer chronischen, schmerzhaften Fettverteilungsstörung. In medizinischen Kontexten wird Lipödem meist als sogenannte „Frauenkrankheit“ eingeordnet und wurde lange marginalisiert. Körper mit Lipödem entsprechen selten gängigen Schönheitsidealen; sie werden pathologisiert, beschämt und häufig nicht ernst genommen. Mit der Krankheit bleibt oft auch die Erfahrung der Betroffenen unsichtbar.

Was wird möglich, wenn Betroffene selbst über ihre Sichtbarkeit entscheiden? Wenn sie bestimmen, wie, wo und in welchem Maß sie gesehen werden wollen?
Die Ausstellung ist aus einem partizipativen Forschungsprozess entstanden und versteht sich als künstlerisch-forschendes Projekt. Die fotografische Arbeit stellt Selbstbestimmung ins Zentrum: Die beteiligten Personen entscheiden über Bildausschnitte, Perspektiven und darüber, welche Körperstellen sichtbar werden. So entsteht kein Blick auf Betroffene, sondern ein Raum, den sie selbst gestalten. Lipödem erscheint nicht als individuelles Defizit, sondern als gesellschaftlich gerahmte Erfahrung, die mit Schönheitsnormen und Fragen von Sichtbarkeit verknüpft ist.
Die Ausstellung lädt Besucher*innen ein, den eigenen Blick zu hinterfragen: Welche Körper gelten als „normal“? Wer darf sichtbar sein – und unter welchen Bedingungen? Und was verändert sich, wenn Sichtbarkeit selbstbestimmt wird?
-Ich und einige andere Lipödemfrauen nahmen an diesem Fotoprojekt teil.
Ihr werdet den Samstag auch die Möglichkeit bekommen mich persönlich kennenzulernen.
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