Eigentlich wollte ich mein selbst gestecktes Gewichtsziel noch erreichen. Doch das Leben hat mich auf allen Ebenen gefordert — und ich habe erkannt: Ich bin auch so gut genug.
Dieses Jahr werde ich 50. Und ich muss keine Barbiepuppe sein, um wertvoll zu sein. 
Keine meiner Operationen war „Luxus“. Sie waren medizinisch notwendig. Hätte ich mir gewünscht, sie nie zu brauchen? Natürlich. Aber ich bereue keine einzige. Insgesamt wurden mir 14 Kilo Haut entfernt — eine Zahl, die selbst für mich noch immer kaum begreifbar ist.
Die Angst, eines Tages wieder am Anfang zu stehen, begleitet mich. Deshalb achte ich auf mich. Nicht durch Verzicht, nicht durch Selbstbestrafung — sondern durch eine Ernährung und einen Lebensstil, die meinem Körper nicht mehr schaden.
Ich könnte unzählige Tipps geben. Aber was für mich funktioniert, muss für andere nicht richtig sein. Jeder Körper, jede Geschichte, jedes Nervensystem ist anders. Dieses ständige Vergleichen bringt uns nicht weiter — es nimmt uns nur den Frieden.
Darum nenne ich keine Zahlen. Mein Weg begann an einem ganz anderen Ort. Ich bin nichts Besonderes — außer jemand, der nicht aufgegeben hat. 🙂 oder Fines Dickschädel einfach nicht sterben zu wollen.
Dies war meine vierte Straffungsoperation. Insgesamt wurden 14 Kilo Haut entfernt. Und mit jeder Schicht, die ging, kam ich mir selbst ein Stück näher. Diese Haut war nicht nur Haut — sie war Schutz, Panzer, Überlebensstrategie.
Mein Nervensystem ist traumatisiert, das weiß ich. Aber ich lebe. Und ich habe entschieden, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen — ohne mich dabei zu verlieren.
Rückschläge gab es viele. Enttäuschungen. Kämpfe. Dinge, die Kraft gekostet haben. Aber ich würde es wieder tun. Für mich. Für andere Betroffene. Für unsere Stimmen.
Wenn ich heute auf meinen Weg schaue:
14 Liposuktionen.
185 kg Gewichtsverlust.
Therapien, Hilfsmittel, Diagnosen, Pflegegrad, unzählige Arzttermine — und vielleicht noch ein paar Wiederherstellungsoperationen vor mir.
Und trotzdem bin ich hier.
Ich appelliere nicht, um Recht zu behalten. Ich appelliere, weil ich weiß, wie hart dieser Weg sein kann. Manche Erfahrungen hätte ich niemandem gewünscht — nicht einmal mir selbst. 
Eine meiner schwersten war eine Wundheilungsstörung am Bauch: Von September bis März offen. Wirklich offen. So tief, dass mehrere Finger hineinpassten. Viele hätten dem Operateur die Schuld gegeben. Ich nicht. Ich war nicht achtsam genug, habe keine Ruhe gehalten, weiter funktioniert, weiter getragen, weiter gemacht — bis mein Körper mich stoppte.
Auch das habe ich überstanden.
Bei jeder Straffung gab es Komplikationen — und trotzdem stehe ich wieder auf. Mein Körper hat Großes geleistet. Und ich bin stolz auf ihn.
Ohne meine Kernfamilie wäre das alles nicht möglich gewesen. Danke.
Die letzte Straffung fand am Freitag, dem 13. statt — kurzfristig, ohne viel Zeit für Angst. Und doch bleibt jede Operation etwas, das Respekt verlangt, egal wie viele man schon hinter sich hat.
Es war meine zweite Armstraffung. Eine große Herausforderung, weil alte Narben tief lagen und entfernt werden mussten. Die Haut hatte ihr Eigenleben entwickelt, schmerzte, füllte sich mit Lymphe. Wer das nicht erlebt hat, kann kaum verstehen, wie sehr „leere“ Haut schmerzen kann.
Aber es ist geschafft. 
2017 hatte mein Oberarm einen Umfang von 97 cm.
Heute: 37 cm.
60 Zentimeter weniger.
Einfach weg.
Zahlen sind nur Zahlen — aber sie erzählen meine Geschichte.
Ich kann noch nicht in Worte fassen, was gerade in mir vorgeht. Es ist überwältigend. Still. Groß. Und gleichzeitig voller Glück.
Fine bleibt Fine.
Echt. Unperfekt. Stark.
Und ich werde weiterhin meine Hand ausstrecken — für jeden, der sie nehmen möchte. 💛
jezt hab ich doch einige Zahlen genannt.. nicht um zu ärgern sondern um zu zeigen was machbar ist… im TEAM <3 Körper, Geist, Familie !
Danke Dr. Theodorou und Team und Danke an Station 8.
so wer nun eine aktuelle frische Straffungsnarbe sehen möchte scrollt nach unten- andere bitte ich dies nicht zu tun.


Mein linker Arm nach der Straffung – 4 Tage post OP
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