Heute war es soweit ich erhielt am gestriegen Donnerstag den Anruf das ich meine Kompressionsversorgungen abholen kann. Also auf zu den unteren Sanitätshaus.

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Der Tag fing sehr nett an, da meine superliebe Physiotherapeutin Frau Knieps bei mir war und 60 Minuten Lymphdrainage machte. Es tat mir wirklich gut und sooft wie nach diesen Terminen flitze ich sonst nicht ins Bad 🙂 Ich bin so froh, dass sie mir helfen möchte und sogar ihren freien Samstagmorgen dafür opfert. Denn das habt sie gemacht, da sie sah wie schwer betroffen meine Beine sind.

Schade, an dieser Stelle finde ich, dass die Krankenkassen diese Form der Therapie leider nur mit sehr wenig Geld unterstützen. Dabei hilft es uns betroffenen Frauen doch immenz!!

Also hier schonmal eine ganz grossen DANK an die Physiopraxis Domicela Knieps

Juchuu!!

Ehrlich gesagt ist dies ein gemischtes Juchuu. Zum einen da ich erleichter bin das endlich etwas gutes passiert und meinen Körper unterstützt, dennoch ist es auch nicht so einfach sich nun daran zu gewöhnen dass man als Mumie durch die Landschaft läuft.

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Egal! Wie heisst es so schön? Augen zu und durch! Dort oben auf dem Bild sitze ich da, währens meine liebe Sanifee die Kompressionsversorgungen holt.

Also holten wir meine Kompressionsversorgung ab und die nette Dame erwartete mich auch schon. Ich war gespannt, ob wir das alles hinbekommen. Ich nahm also in der kleineren Kabine platz, da sie eine Menge zu tun hatten.

Dennoch waren alle Mitarbeiter sehr gut gelaunt und lächelten um die Wette.

Sie kam recht schnell mit einem Berg von Tüten wieder. Es war ja schon einiges, da ich ja Kniestrümpfe, Caprihose, Bolero und Handschuhe neu bekam. Schaut mal hier, das erste Bild  von meinem rechten Bein. Die Farbe ist nicht so toll, aber es ist mir so egal, denn es fühlt sich grandios an. Hier nochmal ein megalob an Frau Perez von der Firma Juzo denn die Strümpfe passen schonmal megagut <3

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Beim Auspacken bemerkten wir leider das die Kniestrümpfe und die Capri nicht in Pfeffer geliefert wurde wie ich mir das wünschte, doch heute war es nicht ganz so schlimm. Ich war froh das sie ankamen und das sie nun meine Beine endlich unterstützen würden.

Die Mitarbeiterin vom Sanitätshaus machte das prima, kniete vor mir, zeigte wie ich es am besten greife und schenkte mir auch noch eine Packung Handschuhe.

Es war ein ganz schöne Kraftanstrengung für mch und ich musste immer wieder Pause machen. Zum Glück waren die Mitarbeiter so nett und hetzten mich nicht!

Doch ich war megaüberrascht, denn sie fühlten sich weich an und gar nicht so starr wie ich es von einer anderen Marke gewöhnt war. Sie schmiegten sich fast flauschig an mein Bein an. Oh das hört sich merkwürdig an, aber die Kompressionsmädels werden verstehen was ich meine (oder?).

Hier noch ein Bild von oben . Ich weiss, ich weiss schick sind sie nicht aber sie helfen.

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Heute ist Sonntag und ich gewöhne mich langsam daran.

Strümpfe und Hose passen gut. Stellt euch vor, ich wusste gar nicht, dass man am Bauch einen Klettverschluss einnähen konnte, so macht es mir den täglichen Toilettengang viel einfacher. Für alle die dies hier lesen und keine Kompressionen tragen müssen: Schätzt euch glücklich! Sie sehen nicht gut aus und schränken sehr ein, aber wenigstens erleichtern sie etwas den Altag.

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Nun kam das spannenste – das Bolero.

Das erste mal in meinen Leben sah ich eine Anziehilfe und die bekam ich auch mit nach Hause 🙂  Es war nicht ganz so einfach bis ich es richtig anhatte, doch mit der Anleitung meiner Sanifee und dank ihrer Mordsgeduld haben wir auch das geschafft.

Als letzen kamen die Handschuhe an die Reihe 🙂 Die waren am einfachsten 🙂

Der Stoff ist angenehm zu tragen, ich merke das es was bewirkt und ich gewöhne mich langsam dran. Es ist nicht so leicht sich darin zu bewegen. Ein bisschen eingeschränkt bin ich schon, doch das ist halt so mit meinen Körper. Er macht nicht immer was er soll und immer wenn ich voll motiviert bin, sagt er einfach NEIN!

Doch ein Grund zum Aufgeben sehe ich nicht! Denn ich bekomme Hilfe und ich habe wundervolle Menschen an meiner Seite 🙂

So, hier seht ihr noch die Handschuhe 🙂 Ich weiss sie sind schon voll mit den Haaren unsere Amelie doch das ist bei Katzenliebhabern, vor allem Main Coons, so. Ohne Haare geht nichts bei uns 🙂 Doch wir lieben sie. *zwinker*

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Ich hoffe ihr lest meinen Blog und verliert nie den Mut! Geht raus, traut Euch und nehmt in Anspruch was euch zusteht.

Ich selber habe diesen schweren Befund und es ist nicht einfach in die Kompressionen zu kommen, doch all diese Arbeit ist es wert, denn sie erleichter Euch ein wenig und ich bin mal gespannt wie es mir in einer Woche oder im Sommer geht. Eins könnt ihr Euch sicher sein, ich werde es Euch erzählen.

Desweiteren drücke ich allen Lipmädels die Daumen die die nächsten Tage und Wochen auf dem Operationstisch liegen! Ich fühle und leide  mit Euch. Mo, dir sage ich: „Geniess die Rhea. Es ist ein Anfang eines Weges den wir gemeinsam gehen, auch du wirst dich an deine Kompressionen gewöhnen“ :-))) Bis zum nächsten Telefonat.

Wenn nur eine von Euch das bekommt wofür sie kämpft und um die Erkrankung zu erleichtern dann macht mich das froh.

Sehen wir doch einfach das positive und lassen uns nicht von dieser doofen Krankheit den Tag vermiesen!

So nun noch einen schönen Tag und erzählt es ruhig überall rum:

DICK ist nicht gleich DICK!

Hört auf in Schubladen zu denken!

Jeder sollte es ablegen, denn wir sind alle Menschen!