Heute habe ich die Weichen gestellt wieder für ein besseres Leben 😉

   Dr. Panagiotis Theodorou - Chefarzt der plastischen Chirurgie des Bethesda Krankenhauses Mönchengladbach      

Nach vielen Überlegungen und konsultieren diverser Ärzte habe ich mich entschlossen, die Armstraffung durchführen zu lassen.

Die letzen Monate waren mehr als gruselig und sehr sehr einschränkend. Immer wieder hatte ich mit Abschürfungen und Hautirritationen zu tun.

Nackenschmerzen, Armbeschwerden, sogar Kopfschmerzen die mir immer mehr zusetzten. Dachte schon, dass ich vielleicht was Schlimmeres im Kopf hätte, doch zum Glück waren es nur meine Arme 🙂

 

Viele versuchten mir Ratschläge zu geben, um mir zu sagen was ich tun und lassen sollte.

 

Diese Dinge habe ich immer mit weil es mir wichtig ist. Das Engelch hängt seitlich das sieht man leider nicht. Von der ersten OP bei dr. von Lukowicz war en sie dabei :-)

Stellenweise war ich mehr als verunsichert und dann gab es einen Moment, vielleicht ein Schlüsselmoment, indem ich mich entschied, die Arme machen zu lassen.

Warum ich lange mit mir haderte kann ich Euch sagen. Ich bin immer noch nicht schlank und möchte ein bisschen was abnehmen, doch in der jetzigen Situation  ist es fast nicht möglich.

Ich bin gelernte Arzthelferin und beschäftige mich ja auch mit den Dingen, die mit mir und meinem Körper passieren. Der Weg wird nicht einfach sein. Dadurch dass ich viel Fett habe, und ich rede vom normalen Fettgewebe, kein Lipödem, kann es zu Wundheilungsstörungen oder hässlichen Narben kommen. Doch das ist ein Preis, den ich dann zahlen muss.

Mein Schlüsselerlebniss war folgendes:   Wir waren einkaufen und ich zog kurz vorher meine Thoraxversorgung aus, da meine aufgescheuerten Arme so brannten.  Wir erledigten dies und das und dann, als ich den Einkufswagen zurückbrachte klemmte ich mir meinen rechten Arm ein. Also nicht direkt den Arm, sondern die Haut, die dort hinunterhing. Es tat mir so weh! Drumherm schauten die Menschen dumm aus der Wäsche und geholfen hat mir keiner. Ich ging dann zum Auto und ärgerte mich.

Ich versuche immer weiterzumachen, egal was mir so vor die Füsse geworfen wird.

Hier einfach ein paar Bilder:

Am 26.02.2020 fuhren Carsten und ich nach Mönchengladbach und hatten dort mein Narkose- udn OP-Aufklärungsgespräch. Heiko hatte Homeoffice und Souli, die gerade bei Lux Medien im Praktikum ist, nahm sich extra frei, damit wir hier um 7 Uhr losfahren konnten und Max jemanden hatte, wenn er aus der Schule kommt.

 

Es war der 1. Schultag nach den Winterferien. Also half die ganze Mayschoßercrew mit, um mir diesen Termin möglich zu machen.

Ich schaute noch N24 und egal auf welchen Nachrichtensender ich schaltete, es gab nur ein dominierendes Thema, der Coronavirus. Es begann in China und verteilte sich grade über die Welt. Italien hatte es sehr schwer getroffen, Frankreich , Polen, Schweden und Deutschland hatten ja die ersten Erkrankten.

Das Virus hat eine Lipidhülle, die mit Seife und Händewaschen zerstört werden kann. Wie immer war – und ist – Händewaschen ein sehr wichtiges Thema.

Ich überlegte ob dies der richtige Zeitpunkt wäre. Wir waren am Anfang der Pandemie.

Ich redete natürlich mit allen Ärzten sehr sehr ausführlich auch über diesen Corona-Virus und wir besprachen auch was im Worst Case Senario passieren könnte.

Das Wissen, das ich nur 14 Tage später hatte, hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht.

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt ein gutes Gefühl und das Gespräch mit Dr. Theodorou und Dr. Loghmanieh hat mir sehr gut gefallen. Danke <3

Meine Armstraffung sollte am darauffolgenden Montag erfolgen.

Ich hatte Angst; einige kennen ja meinen Befund. Es ist nicht wenig und am meisten fürchtete ich mich vor den Drainagen. Die Risiken wie Einblutungen, Wundheilungsstörungen etc. wurden mir ja ausführlich erklärt. Sie erklärten mir die Form des Schnittes, des Vernähens unter den Achseln und auch die 5 Knopfnähte, um die Haut nicht zu sehr auf Spannung zu bringen.

 

Donnerstag, 27.02.2020

Ich hab ja viel Kontakt mit Jessi und sie hat schon diverse Straffungen hinter sich.

Wenn sie wüsste, wie sehr sie mich in den kommenden Tagen mit meinen anderen Freundinnen unterstütz hat. Sie hatte noch diese Allevyn Life Pflaster und ich kaufte sie ihr ab. Ich hab ja nicht gewusst das dies meine „Rettung“ sein würde *lacht*

Endlich hatte ich heute auch meinen Orthopäden-Termin in Bad Neuenahr. Was soll ich Euch sagen? Dick sein ist doof und macht die Gelenke kaputt. 😉

Nachdem Orthopäden-Termin mussten wir noch Medikamente und die Überweisung für die Oberarmstraffung abholen.

Mein Mieder wurde vom Sanitätshaus Pia Püttmann schon vor Wochen ausgemessen und befand sich in der Fertigung. Linda und die anderen Damen vom Sanitätshaus für Frauen waren sehr sehr lieb und freuten sich mit mir, dass es bald weitergeht.

Freitag 28.02.2020

Heute ist die Lipoelfen SHG.

Ich packe grade schon zusammen und freue mich wie Bolle auf Agi und Heinz. Agi hat sich extra ins Zeug gelegt, um uns nach den Lipoelfen wieder zu bekochen. Sie ist immer eine sehr sehr gute Gastgeberin und Freundin.

Die Flohmarktsachen sind gepackt, der rosa Lipoelfenkoffer steht bereit…

Dann kam der ANRUF:

Frau Kremer vom Sekretariat Dr. Theodorou:

„Hallo Frau Kerkhoff, die OP am Montag, den 02.03.2020 müsse wir leider absagen. Wir könnten Ihnen Mittwoch den 04.03.2020 anbieten.

Allerdings steht das auch noch nicht so richtig fest, weil wir hier grad Krisenmanagement betreiben, wegen der Pandemie, die kommt und ein Mitarbeiter des Krankenhauses scheint positiv getest worden zu sein. Sie sollten grosse Menschenaufläufe vermeiden.“

Bums… da sass ich nun… auf gepackten Koffern, freute mich aufs Ruhrgebiet und den Curvy Place.

Nun musste ich schweren Herzens  die Lipoelfen absagen und auch den Flohmarkt :-((

 

Das Wochenende war doof 🙁

Montag den 02.03.2020

Telefonat mit Dr. Panagiotis Theodorou. Stand der Dinge: es klappt mit der OP am Mittwoch. Jedoch haben sie täglich um 13 Uhr eine Krisensitzung mit allen Ärzten und dem Gesundsheitsamt. Täglich versorgte mich der Chefarzt der plastischen Chirurgie mit neuesten Informationen. Ich war sehr beeindruckt, wie sehr er und seine Sekretärin sich um mich kümmerten.

Frau Kremer hier nochmal ein DICKES DANKE!!!

Denn die erste Reaktion auf ihre Absage war nicht so dolle, schliesslich hatte ich grad das Gefühl von einem Laster überfahren worden zu sein 😉 Ich mag mir gar nicht ausdenken, was Sie alles in dieser nicht normalen Zeit durchstehen mussten. Termine verschieben, Telefonate führen und und und.

Sie sind grossartig und das soll ruhig jeder mal wissen.

Es lastet eine enorm grosse Verantwortung auf den Damen, die Hand in Hand mit den Chefärzten arbeiten und leider bekommen sie auch oft das Falsche ab.

Meine OP sollte stattfinden und nachdem unser Familienrat getagt hatte und wir – wie wir heute wissen: falsch – dachten, der Virus ist ja noch so weit weg, entschlossen wir uns die OP durchführen zu lassen. Mit dem Wissen von heute hätten wir uns damals wahrscheinlich anders entschieden.

Vortag zur OP:

Sehr früh krabbelte Max zu mir ins Pflegebett und redete und redete. Dadurch wurde ich wach. Er meinte, er kuschelt mich gesund und das ich ja dann keine andere Arme brauche. „Der Schwabbel ist zwar doof Mamma aber ich liebe dich auch so.“

Es war so niedlich und half mir am Vormittag mit klugen Ratschlägen, wie ich meine Kliniktasche zu packen habe. Immer wieder schleppte er Stofftiere an, die ich dringend mitnehmen müsste. Wir einigten uns dann auf den Bilderrahmen, der mich bei den Liposuktionen im St.-Josef-Krankenhaus Essen immer gut begleitet hat und ein Stofftier. Diese Dinge hatte ich jedesmal mit und dies war nun OP 10!

10 Minuten später ging es in den OP. Ich hatte so Angst und vielleicht erkennt man dies am Blick 🙂

Diese Dinge habe ich immer mit weil es mir wichtig ist. Das Engelch hängt seitlich das sieht man leider nicht. Von der ersten OP bei dr. von Lukowicz war en sie dabei :-)

Diese dinge habe ich immer mimt da sie mir wichtig sind. Das Engelchen hängt seitlich und das ist nun OP Nummer 10. <3

Gegen 10 Uhr rief noch Anke an aus dem Sanitätshaus für Frauen und wir besprachen die letzten Feinheiten. Es konnte losgehen.

04. März 2020 – OP Tag

Wir waren pünktlich auf Station 6 und ich wurde flott in mein Zimmer gebracht. Kaum angekommen war schon der Chefarzt da und zeichnete mir die Arme an. Wir machten auch Bilder und ich fand mich wirklich sehr gruselig.

alleine die Arme so zu halten erfordert viel Kraft :-(

Ich bin grlücklich das die Lipschmerzen nicht mehr so extrem sind doch ganz schmerzfrei war und bin ich nicht. Vielleicht versteht ihr das es hier nicht um optische Attribute geht… sondern um ein normaleres Leben.

schön geht anders..

 

Ich schrieb und telefonierte noch mit meinen besten und dann ging es recht flott in den OP.

Die OP war nicht so einfach, doch das ganze Team um mich herum hat mich gut versorgt.

Es war schon für meinen Körper eine Höchstleistung und eine Straffung sollte genausowenig unterschätzt weden wie eine Liposuktion. Kreislauftechnisch ging es mir gut. Das ich nicht aufstehen durfte anfangs fand ich sehr nervig. Doch auch das hab ich geschafft.. geduldig liegen zu bleiben .. lach

Nach der OP war ich noch einige Zeit auf der Intensivstation.

 

wie sehr ich mich freute Nine und Carsten bei mir zu haben. Nikki konnte ja leider nicht weil sie wieder Bazillenmutterschiff spielte und Tanja war mit ihrem Herzen dabei. Danke das ihr zugehört habt und mich selbst nach der Straffung zum lachen/weinen brachtet. <3 Danke Nine das du Carsten ein ruhender Pol warst <3

Carsten ist fast Amok gelaufen, denn aus der vorgegebenen OP-Zeit wurden 6 Stunden. Zum Glück war Nine bei ihm und lenkte ihn etwas ab. Danke dafür.

Natürlich hatte ich auch Schmerzen als ich wieder wach wurde und konnte es nicht fassen wieviele dicke Verbände ich hatte. Doch dann schlief ich wieder ein.

Alles zu erzählen würde hier nun den Rahmen sprengen. 🙂

Eine Woche blieb ich ungefähr stationär, zwischendurch kam sogar mal Heiko und Max vorbei um mich zu besuchen.

Die Drainagen waren nicht schlimm auch das Ziehen nicht.

Ich hatte eine nette Zimmernachbarin in Birgit und hoffe auch, dass es ihr nun gut geht.

Sie bekam ihre Galle heraus und sieht nun auch dickere Menschen mit anderen Augen.

Das Essen war leider nicht ganz so lecker aber nicht schlimm. Was wir alle vermissten war das es kein Bankautomaten im Krankenhaus gab. So musste Carsten zu Fuss in die Stadt laufen weil unser Auto im Parkhaus war, er hatte leider kein Bargeld dabei.

 

Die Nachsorge war prima und wir fuhren mehrfach nach der Entlassung dorthin.

 

Nach der OP:  Ach so einen Zentralenvenenkatheder hatte ich auch :

Die Doktoren haben sich wirklich viel Mühe gegeben

die erste Woch eist geschafft und ich finde es sieht schon gut aus

 

Mittlerweile war das Virus in aller Munde und auch das Bethesda Krankenhaus rüstete um. So war der Verbandswechsel nicht mehr auf der ersten Etage, sondern auf der Wöchnerinnenstation. Diese wurde komplett geschlossen, Entbindungen umgeleitet in andere Krankenhäuser. Jetzt war es jedesmal ein Risiko in das Krankenhaus zu gehen.

 

Doch mit Handschuhen und Maske und Desinfektionmittel klappte alles und bisher hat niemand von uns den Virus. Wir passten aber auch post-OP sehr sehr auf. Alle waren und sind im Homeoffice und Kontakt zur Aussenwelt auf ein Minnimum reduziert.

 

Es ist schon komisch, in ein Krankenhaus zu gehen und überall sind Warnschilder und abgeklebte Sitzflächen.

 

Nun meine Arme…

1 kg auf jeder Seite wurde entfernt. Ich werde Euch nach und nach Bilder zeigen.

 

Das bin beides ich.. und ich kann euch sagen.. – NEIN !! Ich kann euch nicht sagen wie ich mich fühle. Schwellungen sind noch da aber ich habe Arme… nach #echtenbeine #echtearme und es ist wie #erwachenausdemalbtraum Danke KK – DANKE Ärzte die mich bisher unterstützen <3 <3 <3 <3

Bei der ersten Nachsorgeuntersuchung stellten wir mit Erschrecken fest das ich über Nacht eine Pflasterallergie entwickelte und wir bekamen das Pflaster kaum ab. Es musste befeuchtet werden und mit der Pnzette gelöst werden. Das war nicht so schön, doch dran bleiben konnte es nicht, meine Haut reagierte, indem sie knallrot, heiss wurde und sich auch noch Bläschen bildeten. Nun konnten wir keine normalen Pflaster mehr benutzen.

Hier kamen dann die Allevyn Life zum Einsatz!!

Die Nähte sahen gut aus, doch die Allergie hat mich echt ein bisschen Kraft gekostet.

Bei einem anderen Nachsorgetermin musste Dr. Therodouro den linken Arm nochmal etwas mit dem Skalpell aufschneiden um zu sehen ob alles ok ist. Zum Glück war es das.

Alle Ärzte, Schwestern, Sekretärin und und und waren immer menschlich, kompetent und sehr fürsorglich. Es war eine Zeit die ich nicht so schnell vergessen werde. DANKE

 

Anmerkung zum Virus: Hätte ich gewusst, was ich heute weiss, hätte ich meine OP verschoben. Der Gedanke, dass ich ein Intensivbett blockiere wegen einer geplanten OP, und ein anderer Mensch schlimmstenfalls an COVID-19 stirbt, weil er nicht beatmet werden kann, hätte mich ins Unglück gestürzt und mir viele schlaflose Nächte bereitet.

Ich hatte da richtig Glück!!

Bevor hier das wilde Spekulieren lost geht:

Die Liposuktionen werden alle weiterhin im St.-Josef-Krankenhaus Essen Kupferdreh bei Dr. Bromba und Dr. Quambusch weitergehen.

Es hat nichts überhaupt gar nichts mit den Ärzteteam von Essen zu tun warum ich die Armstraffung in einem anderen Krankenhaus gemacht hab.

Für die Straffung war mir Dr. Theodorou sehr von einem anderen tollen Arzt ans Herz gelegt worden. Für MICH war es die beste Entscheidung.

Nun kenne ich weitere hoch versierte, menschliche und tolle plastischen Chirurgen mit dem Herz am rechten Fleck <3

 

Die Ärzte bei einer Nachsorge 🙂

 

 

Ich wurde am 04.03.2020 im KH Bethesda in Mönchengladbach operiert. Dr. Panagiotis Theodorou, Dr. Loghmanieh und Team operiert bekommen.

Meine Arme sehen so unglaublich aus, ich glaube, so schlanke Arme hatte ich die letzten 20 Jahre nicht.

Es verheilt gut 🙂

Ich bin so dankbar für dieses Ergebnis, aber auch dafür, das ich so gut behandelt wurd und werde.

 

Yay.- neue Arme sind wie ein neues Leben.. tralala lala

Die Ärzte sind sehr herzlich und nehmen sich so viel Zeit für mich fragen nach, sind im engen Kontakt mit mir und beantworteten mir alle Fragen sehr ausführlich. Manchmal war es mir schon fast peinlich, was ich für Fragen stellte. 

Jedesmal gibt es tolle Gespräche und der Informationsaustausch gelingt prima!

Ich bin glücklich. Ich bin begeistert.

Ich kann wirklich mit bestem Gewissen jedem diese tollen Menschen – Ärzte, Schwestern und Frau Kremer empfehlen.

Nun warte ich die Heilzeit ab und dann mache ich Bilder und zeig euch wieder ein bisschen mehr.

 

Ich möchte Euch bitten, Eure Entscheidungen selber zu treffen, Euren Weg zu gehen, wie ihr es für Euch braucht!!

Macht das alles nicht für andere, sondern für EUCH.

Mein Weg ist nicht einfach, doch es lohnt sich.

Meine Zukunftsperspektiven haben sich stark verändert und ich werde weiterhin das verfolgen, was mir wichtig ist. Ich habe in den letzten 3 Jahren alles gegeben, was ich konnte. <3

Ich stelle mich täglich wieder auf die Beine, denn auch wenn ich lache bin ich oft traurig, hab Schmerzen oder bin verzweifelt. Doch dann schau ich zurück und sehe den Weg den ich gehe und find mich gar nicht mehr so schlimm 🙂

 

dies ist übrignes meine neue Flachstrickversorgung von #Juzo mit Farbverlauf

Das bin ich und ich fühle mich so wohl 🙂 nun wenn alles verheilt ist, gehts weiter an Lauftrainig. Ich rede hier nicht von Jogging.. lach

 

Bitte glaubt an EUCH!!

Danke an jeden einzelnen, der mich auf den Weg bisher hier begleitet hat.