Am heutigen Tage öffneten sich zum ersten Mal die Pforten vom 1. Ahrtaler Lip/Lymphsymposium.

 

Der Inhaber des Sanitätshauses Pedics auf der Bergstrasse 1b in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Thomas Pütz, organisierte dieses Lympsymposium und ungefähr 130 Betroffene und  interessierte Zuhörer kamen zusammen.

Ich freute mich schon mächtig darauf, da meine liebe Finnja von dmt. Physiotherapie, einen Vortrag hielt. Sie arbeitete wochenlang an der Ausarbeitung und drehte auch ein Video mit mir. In diesem Video erklärte ich wie es mir vor, während und nach der manuellen Lymphdrainage geht. Wo ich vor 2,5 Jahren stand und was wir gemeinsam alles erarbeiteten und dass nicht nur die Liposuktion hilft, sondern auch die Nachbetreuung nach dem Eingriff vonnöten ist.

Wie es so ist, bei einer Premiere ging auch diesmal etwas schief. Unser gedrehtes Video über die Wirksamkeit der manuellen Lymphdrainage konnte aus technischen Gründen nicht abgespielt werden. 🙁  Oh je.

Finnja rief mich also recht früh an und fragte mich, ob ich kurzfristig einen Vortrag auch „live“ halten könnte.

Ich sagte zu, schliesslich ist sie eine der Lymphfeen, die mich nach und vor den Liposuktionen sehr gut betreuen. Ich glaube, dass ich ohne vernünftige manuelle Lymphdrainage niemals so weit gekommen wäre.

Im Gegenteil, nach den Liposuktionen lagere ich immer sehr viel Wasser ein und auch diese Schwellungen nenne ich mal unangenehm.

Gesagt getan, ich versuchte, mich so gut es ging fertig zu machen, meine letzte Liposuktion war ja erst 13 Tage her und die Schwellungen erreichten genau an diesem Wochenende den Höhepunkt. Mein Kreislauf war noch immer ambivalent aber was ich mir in den Kopf gesetzt habe, das mache ich auch meistens. Ausserdem ging es um eine Veranstaltung fast vor der Haustür. Ich finde das sehr wichtig und unterstützenswert.

Angekommen im Helmut-Gies-Bürgerzentrum in Ahrweiler war schon was los. Finnja besprach mit mir noch das ein oder andere und Prof. Dr. Cornely war auch zugegen.

Ziel von Sanitätshaus Pedics war es die Stigamtisierung der Patientinnen ans Tageslicht zu bringen. Viele Menschen im Umfeld sehen nicht, dass übergewichtig aussehend nicht gleich übergewichtig ist. Das Sanitätshaus und vor allem der Leiter Thomas  Pütz, möchten, dass die Frauen sich selber mehr im Auge haben, auf ihre Erkrankung eingehen und auch somit optimal versorgt sind. Eine gute Kompression ist dort das A und O und sehr hiilfreich bei der Therapie. Diese Flachstrickkompression bekommt man in Ahrweiler nun auch auf der Bergstrasse 1. Ausserdem ist das Sanitätshaus noch nicht ganz so lange in Ahrweiler und so konnten sie auch ein bisschen auf sich aufmerksam machen. Oft wissen Patienten nicht, wo sie gut sitzende Kompressionsversorgung her bekommen.

Aus diesem Grunde holte sich das Sanitätshaus Pedics auch Mediven zur Hilfe.

Mediven kennen viele von Euch da wir ja oft diesen Kompressionshersteller tragen. Mediven, kurz MEDI, ist auffallend frisch und hat sehr schöne Farben und Muster. Diese zeigten auch Frau Anja Kreuz und Kolleginnen sehr gut. Eine grosse Auswahl und Muster an Bestrumpfung konnten sich die Besucher des Lymphsymposiuums ansehen.

Wir waren sogar in der Zeitung als wir uns unterhielten. Ich dachte ich zeige Euch mal diesen Ausschnitt.

Nun ging es los Thomas Pütz eröffnete das Lymphsymposium und hatte dabei noch wirklich Glück. Er war grade frisch gebackener Papa eines kleinen Jungen geworden. Grade 2 Tage vorher stand er noch seiner Frau im Kreißsaal  zu Seite und nun auf der Bühne.

Als Referenten konnten  Prof. Dr. med. Manuel Cornely von der CG Lympha, Fachliklinik für Operative Lymphologie in Köln den Anfang machen. Dr. Cornely bereichtet von seiner Art der Liposuktion und erklärte sehr gut mit Skizzen und einer Präsentation die Gegenbenheiten.

  

 

Danach waren Finnja Bredenbach – Pyhsiotherapeutin bei dmt. Physiotherapie – und ich an der Reihe.

Finnja erkläre sehr ausführlich wie das Lymphnetzwerkt in unsererm Körper funktioniert, Zeigte auch ein Video von der Lymphdrainage eines Patienten und es war ihr sehr sehr wichtig, aufzuzeigen, wieviel Zeitmanagement erfoderlich und welche Einschränkungen auftreten können, wenn die Patienten nicht massiert werden. Dann kam ich dazu und ich erzählte ein bisschen von meinem Weg und der Arbeit, die Finnja mit mir hat. Ich sagte nochmal, wie wichtig es ist, MLD (also die KPE) durchzuführen.

Ich konnte vor 2 Jahren fast nichts mehr, selbst Berührungen von meinem kleinen Sohn brachten mich um den Verstand, ich war sehr eingeschränkt und nahm ständig Schmerzmittel. Es gibt Tage, an denen klappt es besser mit dem Laufen und dann gibt es Tage, da bin ich wieder wie ein „Knack&Back-Brötchen“ – ich geh auseinander. An meinem Gesicht sieht man das sehr deutlich. Ohne Finnja und die anderen tollen Therapeuten hätte  ich wieder mehr Schmerzen und wäre sehr stark in der Mobilität eingeschränkt. Doch diese Mobilität ist ja sehr sehr wichtig, dass ich wieder auf die Beine komme und auch an mir und meinem Gewicht arbeite.

 

Es kam sehr gut an und ich denke die Wichitgkeit konnte ich hier nochmal betonen. Später sprachen mich viele an und es ergaben sich viele Gespräche mit betroffenen Frauen, Müttern und den Kompressionsherstellern.

seht mal hier einige der tollen Farben und Musterstrümpfe von Medi

Auch Medi war vor Ort. Mediven ist ein Kompressionswarenherteller und sie helfen nicht nur gut, sie sehen auch noch sehr schick aus! Vorbei die Zeiten, als unsere Großmütter nur braun oder hautfarben zur Auswahl hatten *kicher* 🙂  Frau Anja Kreuz, eine Medivienmitarbeiterin, hatte die neusten Kompressionsstrümpfe mitgebracht, so das wir es mal ansehen und vor allem auch mal anfassen konnten. Es kommt nun bald etwas neues auf den Marktr so das die Trägerinnen oder der Träger sich je nach Schwellungsgrad den Strumpf verstellen kann. Leider hab ich den Namen vergessen, werde Euch aber natürlich auf dem Laufenden halten.

 

Hier der Medistand <3 mit Anja und vielen anderen tollen Frauen die uns mit „Herzblut einpacken“ 🙂

Dipl. Oecotrophologin Heike Langner, die die kostbahr Ernährungsberatung Rhein Ahr in Bonn betreibt, sprach sehr viele Dinge ehrlich aus und ich denke, sie könnte grade uns Lipödemerkankten gut zur Seite stehen. Sie betonte nochmal, dass es keine „richtige “ Diät gibt bei Lipödem, sondern das jede das individuell für sich entscheiden sollte. Allerdings erklärte sie auch, dass unser Lipödemfett wie ein Schotte ist… geizig und so sollte klar sein das wir es etwas schwerer haben mit dem Abnehmen als andere. Doch wir können das adipöse Fett abnehmen, auch wenn es manchmal länger dauert geht dies.

DAs Lipöem ist wie Dagobert Duck- Ein Schotte der das Fett festhält als sei es Gold.

Wir sollten den Mut nicht verlieren und es dennoch versuchen, denn jede von uns weiss ja, dass jedes Kilo weniger uns hilft durch den Alltag zu kommen. Lipödem ist sportresistent, das erwähnte Frau Langer auch nochmal

 

Das Schlusslicht war Christian Pichler von der Santerra Forschung und Vertriebs-GmbH. Zu denen möchte ich nicht viel sagen, ausser vielleicht, dass ich nicht viel von Magnetfeldtherapie halte und dass ich es sehr unverschämt fand, dass Herr Pichler dann noch sagte, dass diese Welltenmatten, die man sich unter den Körper legt, sogar Decubitus heilen könne. Als er dann noch meinte, das der Krankenhauskeim dadurch verschwinden würde, bin ich aufgestanden und zur Toilette gegangen. Ich finde es immer sehr bedenklich, wenn man mit dem Leid und den Erkankungen der Menschen Geld verdienen möchte. Es gibt ausserdem keine wissenschaftlichen Anhaltspunkte, dass diese Magnetfeldtherapie bei diesen schwachen Magnetfeldern mit diesen Geräten für den Hausgebrauch hilft.

Alles in Allem war es ein sehr gelungener Tag und er schreit nach Wiederholung. Wie ich aus sicherer Quelle erfahren habe könnt Ihr Euch schon den November vormerken. Diesmal wir es eine Frau Doktor geben, die einen Vortrag hält. Wer es ist das darf ich nicht verraten. *zwinker*. Das wird Herr Pütz schon früh genug verkünden 🙂 Ihr dürft aber gespannt sein <3

Auch der Lipödem-Hilfe-Verein wurde als Anlaufstelle erwähnt und auch im Zeitungsartikel kam er nicht zu kurz. Es ist wichtig, dass wir eine Anlaufstelle für Betroffene haben und für 24 Euro im Jahr ist dies auch erschwinglich. Ich freu mich schon in Hannover auf dem Lipödemtag dabei zu sein!!